Auf die Mischung kommt es an

Legierungen

Wissenswertes zu Legierungen

Was ist eine Legierung?

Bei der Herstellung von Schmuck werden Edelmetalle nicht in reiner Form verwendet, sondern als Legierung. Eine Legierung ist eine homogene Verschmelzung aus mindestens einem Metall und einem oder mehreren anderen Elementen, meist ebenfalls Metallen.
 
Legierungen werden deshalb für die Schmuckherstellung eingesetzt, weil viele Edelmetalle zu weich und damit nicht haltbar genug oder in ihrer reinen Form zu teuer sind. Daher werden Edelmetalle mit anderen Metallen wie zum Beispiel Silber, Mangan, Palladium oder Kupfer vermischt (legiert).

Durch Legierung können die Eigenschaften von Metallen verändert werden. Zum Beispiel kann eine Legierung eine höhere Härte, eine höhere Zugfestigkeit oder eine andere Farbe aufweisen als das ursprüngliche Edelmetall.

Die am häufigsten verwendeten Legierungen im Schmuckbereich werden durch die Zahlen 333, 585, 600, 750, 925 und 950 gekennzeichnet. Im Falle von Gold bedeutet "585", dass 585 von 1000 Teilen der Legierung aus reinem Gold bestehen. Das heißt, diese Legierung hat eine Reinheit von 58,5 %. Der Rest besteht aus anderen Zusatzmetallen wie zum Beispiel Silber, Mangan, Palladium oder Kupfer.
 
Anstatt der verwendeten Edelmetallanteile wird die Reinheit des Hauptmaterials oft in Karat angegeben, wobei 24 Karat einer Reinheit von 99,9 Prozent entsprechen. Daher entspricht 333 einer Reinheit von 8 Karat, 585 entspricht 14 Karat, und 750 entspricht 18 Karat.
 
 
 
 


Welche Legierungen verwendet Ringepapst.de?

Wir verwenden ausschließlich hochwertige, speziell auf die Herstellung von Trauringen abgestimmte Legierungen.
 
Insbesondere sind alle von uns verwendeten Legierungen 100 Prozent nickelfrei, da Nickel allergische Reaktionen auslösen kann. Wir betonen dies, weil laut EU-Richtlinien 94/27/EG vom 30.06.1994 Weißgoldlegierungen als nickelfrei gelten, wenn der Nickelanteil unter 0,5 % liegt.

Ferner bieten wir keine beschichteten Ringe an, da sich ein Überzug nach einiger Zeit abträgt, was zu optischen Beeinträchtigungen führt.


Welche Legierung ist die richtige für mich?

Das ist eine sehr individuelle Entscheidung und hängt in erster Linie von Ihrem Geschmack, Ihren Ansprüchen und Ihren finanziellen Planungen ab. In der Regel wird eine Legierung mit steigendem Reinheitsgrad teurer.

Die am häufigsten verwendete Legierung bei Goldschmuck ist die 585er Goldlegierung, da sie etwas härter ist als die 750er Goldlegierung und sich in einer mittleren Preislage bewegt. Eine 750er Goldlegierung wird dann gekauft, wenn der Preis weniger im Vordergrund steht.
 

Silber

Silber ist das nach Gold am häufigsten verwendete Edelmetall, das zur Schmuckherstellung verwendet wird. Silber wird bereits seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet. Auch heute noch ist Silber sehr beliebt.

Wir verwenden ausschließlich Sterlingsilber. Das ist eine Legierung, die aus 925 Teilen Silber und 75 Teilen anderen Metallen, zumeist Kupfer, besteht. Der Kupfergehalt erhöht die Härte gegenüber reinem Silber, verändert jedoch die Farbe nur unwesentlich. Trotzdem ist Silber in dieser Zusammensetzung noch so weich und schmiegsam, dass es hervorragend zur Schmuckherstellung geeignet ist.
Aufgrund seiner zu Weißgold ähnlichen Farbe wird Silber häufig als preiswerte Alternative genommen.


Gelbgold

Gold ist das bekannteste und beliebteste Metall für Schmuck und insbesondere Trauringe. Gold kommt in der Natur direkt vor, muss also nicht erst aus Erzen gewonnen werden. Deshalb gehört Gold auch zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. wurde Gold als Schmuck oder Währung verwendet. Auch heute noch sind Anziehungskraft und Faszination dieses Edelmetalls ungebrochen.

Feingold, also Gold mit 24 Karat, ist zu weich und kann deshalb bei Trauringen nicht verarbeitet werden. Trauringe aus Gold bestehen also immer aus einer Goldlegierung. Daher bezeichnet man in der Alltagssprache mit Gold nicht nur das reine Material, sondern auch die verschiedenen Goldlegierungen.

In der Natur vorkommendes Gold ist immer gelb. Bei Gelbgold handelt es sich um eine Legierung, deren Farbe dem Feingold sehr ähnlich ist. Durch den hohen Erkennungswert ist Gelbgold die weltweit mit Abstand beliebteste Goldfarbe.

Gelbgold besteht aus Feingold mit Silber und Kupfer. Meistens werden Silber und Kupfer mit etwa gleichen Anteilen zugesetzt. Tönung und Farbintensität können durch Veränderung der Anteile stufenlos verändert werden. Mit abnehmendem Anteil von Feingold reduziert sich die Tiefe des Gelbtons sehr schnell.

 
Rotgold

Rotgold erhält man, wenn der Kupferanteil deutlich höher als der Silberanteil ist. Durch den erhöhten Kupferanteil ist Rotgold sehr hart und widerstandsfähig. Rotgold wird häufig bei mehrfarbigen Ringen verwendet.


Weißgold

Weißgold, oft auch als Graugold bezeichnet, erhält seine weiße Farbe durch Beimischung von Silber, Palladium oder Mangan.
 
Im Sinne höchster Produktqualität bietet Ringepapst.de kein Weißgold an, dessen weiße Farbe durch Beimischung von Nickel oder durch Rhodinierung entstanden ist.
Denn Nickel ist bekannt als Auslöser allergischer Reaktionen. Daher sind unsere Legierungen zu 100 Prozent nickelfrei.

Rhodinierung nennt man das galvanische (elektrolytische) Überziehen von Metallen mit Rhodium. Dieses chemische Element gehört zur Familie der Platinmetalle und verleiht den beschichteten Teilen einen besonders weißen metallischen Glanz. Der Rhodiumüberzug muss nicht explizit angegeben werden, obwohl sich der hauchdünne Überzug nach einiger Zeit abträgt, was zu optischen Beeinträchtigungen führt.
 
Daher bieten wir nur Weißgoldringe an, die durch und durch aus Weißgold bestehen und ihren hellen Glanz für immer behalten.
 


Platin

Platin ist eines der edelsten und begehrtesten Metalle überhaupt. Die in der Schmuckindustrie verwendeten Platinlegierungen bestehen aus etwa 95 % reinem Platin und etwa 5 % anderen Bestandteilen, etwa Rhodium, Iridium, Ruthenium und Palladium oder auch Kupfer, Kobalt oder Wolfram.

Platin ist besonders beständig und langlebig, äußerst wertvoll und exklusiv. Die silbriggraue Farbe spiegelt die Brillanz von Diamanten perfekt wider. Zudem ist Platin besonders gut verträglich, seine Gebrauchseigenschaften und die Ästhetik sind über jeden Zweifel erhaben. Wenn Platinschmuck nicht so teuer wäre, gäbe es für weiße Ringe keine Alternative.
 
Der hohe Preis von Platinschmuck begründet sich auf den folgenden Fakten:
 
Platin kommt viel seltener vor als Gold, wird nur an wenigen Orten der Welt gefunden und hat
  deshalb einen sehr hohen Materialpreis.
- Platin ist aufgrund seiner Härte und seines hohen Schmelzpunkts nur schwer zu verarbeiten; große
  Erfahrung und spezielle Techniken, Maschinen und Werkzeuge sind notwendig.
- Die Dichte der Platinlegierungen liegt mit über 20 g/cm³ sehr hoch, das heißt Platin ist sehr schwer.
 
Auch das Edelmetall Palladium, das zur Gruppe der Platinmetalle gehört, hat vorzügliche Eigenschaften. Besonders attraktiv ist seine silberweiße Farbe. Palladium ist zwar auch recht teuer, wiegt aber kaum mehr als die Hälfte von Platin, so dass sich die Materialkosten eines Schmuckstücks deutlich reduzieren.
 
Ferner hat sich in den letzten Jahren eine 600er Platinlegierung auf dem Markt für Schmuck etabliert; sie hat einen Anteil von 60 % Platin und wird häufig anstatt Weißgold genommen.
 
 
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